Achtsamkeit und Meditation

Achtsamkeit und Meditation

Meditation beruhigt den Geist, lindert Schmerzen und bremst die Alterung. Die Zeit ist längst vergessen, in der Meditation ein Esoterik-Image anhaftete und belächelt wurde. Immer Menschen wissen die Vorteile zu schätzen. Menschen meditieren bereits seit über 2500 Jahren in allen Kulturen. Übersetzt bedeutet der Begriff so viel wie nachdenken, in Gedanken versinken und leitet sich von dem lateinischen meditatio ab. Doch worum geht es dabei? Hauptsächlich darum, bewusst wahrzunehmen was man tut oder fühlt. Dabei stellt sich – von ganz allein – ein wohliges Gefühl ein. Das was täglich auf uns einwirkt, kleine und große Belastungen, Reize von außen und Ablenkungen werden dabei ausgeblendet. Ich möchte euch heute noch etwas mehr darüber erzählen.

Wie wirkt eine Meditation auf einen?

Viele fragen sich vielleicht: Wofür ist das gut? Bei einer Meditation kann unser Gehirn förmlich durchatmen, entspannen und sich regenerieren. Freude, Gelassenheit und Dankbarkeit sind durch Studien bewiesene Empfindungen, die hier geschult werden. Sich der schönen Momente bewusst zu werden und störende Einflüsse auszublenden, bedeutet Glück, Ausgeglichenheit und Zuversicht.

Neurowissenschaftler fanden heraus, dass durch eine regelmäßige Meditation Signale im Gehirn schneller weitergeleitet werden, was zu einer besseren Konzentrations-, Denk- und Merkleistung führt.

Der Stressabbau senkt die Entzündungswerte im Blut, dies hat auf viele Vorgänge im Körper eine positive Wirkung. Besonders vorbeugend gegen Rheuma, Herzinfarkte und Erkältungskrankheiten, um euch nur einige Beispiele zu nennen.

Auch die schmerzlindernde Wirkung ist durch Forschungen bestätigt, ebenso wie die positive Wirkung auf den sogenannten Mandelkern, ein kleines Organ im Gehirn, der für die Entstehung von Ängsten verantwortlich ist.

Wie finde ich die richtige Meditation für mich?

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, die aktive, zu denen Yoga und die Gehmeditation gehören, sowie die passive, die bei körperlicher Ruhe (sitzen oder liegen) stattfindet. Hindernisse sind vor allem der eigene (kritische) Geist. Fragen wie „Wofür soll das gut sein?“ oder „Ich spüre nichts!“ sind zwei der ganz typischen Gedanken von Menschen, die mit Meditation beginnen. Davon sollten wir uns vom Meditieren aber nicht abhalten lassen. Die Gedanken sind es nicht gewohnt und müssen erst geschult werden. Das ist am Anfang ganz normal. Die positiven Veränderungen machen sich meist durch gelasseneres Verhalten, vermehrter positiver Erfahrungen und ein besseres Einschlafen bemerkbar.

Üben sollten wir täglich, besser kurz als unregelmäßig einmal lange. Optimal sind zweimal täglich eine 10-minütige Meditation. Nach mehreren Wochen regelmäßigen Übungen kann man dann auch in eine längere Meditation übergehen. Beim Yoga in Nienburg meditieren wir natürlich regelmäßig, aber auch in meinen anderen Kursen kommt das mal vor. Es ist einfach zu schön, eine Stunde so zu beginnen oder auch abzuschließen.

Anleitung zur Meditation in Ruhe

Bitte lest euch die Anleitung einmal vollständig durch, bevor ihr beginnt:

  • Suche dir einen ruhigen Ort und mache es dir bequem (um ein Einschlafen zu verhindern, ist ein bequemer Sitz gut). Stelle sicher, dass du nicht gestört wirst. Um eine Ablenkung zu verhindern, kannst du dir auch einen Wecker mit einer schönen Melodie stellen. So kommst du sanft zurück aus der Meditation.
  • Schließe die Augen und lege die Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Versuche deinen Atem mit Worten zu verbinden (ich atme ein – ich atme aus oder „ich“ beim Einatmen, „bin“ beim Ausatmen oder es fällt dir etwas anderes positives ein).
  • Nach ein paar Minuten kannst du anfangen, deine Atempausen zu beobachten.
  • Zum Schluss lenkst du die Aufmerksamkeit langsam wieder auf das was um dich herum geschieht, versuche Geräusche wahrzunehmen, bewege dich sanft und öffne langsam wieder deine Augen.

Anleitung für eine Meditation im Gehen

Die Meditation mein Gehen ähnelt sich der Meditation in Ruhe. Versuche beim Gehen deinen Atem mit deinen Schritten zu verbinden (eventuell ein Atemzug pro Schritt oder ein Atemzug für zwei Schritte). Dazu kannst du geistig ein oder zwei Wörter wiederholen. diese sollten positiv sein, z.B. ich liebe, ich bin, Ruhe, Frieden, Glück. Der Vorteil der Gehmeditation: Sie kann zu jeder Zeit und überall praktiziert werden. Besonders schön ist sie beim Spazieren gehen!

Am Anfang fühlen sich solche Meditationen vielleicht unsicher und merkwürdig an, aber das haben erste Schritte ja meistens in sich. Das ist ganz natürlich. Bleib dabei und du wirst schnell merken, wie gut eine Meditation tut und du wirst sie nicht mehr missen möchten.

Bei Fragen könnt ihr den Beitrag gerne kommentieren oder mir schreiben!

Eure

Inge

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